Ja, ich gebe zu, eigentlich bin ich ein Sony Junkie. Habe die WH1000XM3, sowohl als Kopfhörer, als auch In-Ear mir damals teuer gekauft. Ja, das Noice Cancelling ist überragend und die Presse schreibt zurecht, dass Sony hier einen Meilenstein gelegt hat. Das, was Sony aber geschafft hat, ist etwas zu verkomplizieren, was letztlich der Qualität geschuldet ist, was ich persönlich Sony sehr hoch ankreide. Das ist die Technologie “DSEE”, das versucht die Musik zu verbessern. Man kann das zwar hin und herschalten, trotzdem merkt man einen Nachgeschmack an Qualitätsverlust. Als hätte man eine Tür eingebaut, aber das Silikon, um die Tür seitlich zum Fundament abzudichten, lässt noch Luft durch. Ja, der Klang ist da, Ja, der Klang ist gut. Eben Sony. Und weitaus nichts wo man sagen kann, das ist nichts. Ich bin ganz ehrlich, ich war danach am schwanken. Und, man merkt wenn man sich andere Marken anhört, wo jeder Hersteller im höherpreisigen und namenhaften Segment seine Stärken und Schwächen ausspielt. Sony spielt dabei ganz oben mit, und da ist es egal, wieviel man für die Kopfhörer ausgibt. Mein Tipp: Bevor man Amazon mit Retouren ärgert, Kopfhörer in den Geschäften Probe hören und dann entscheiden, was im Gegensatz zu In-Ears zumindest machbar ist.Ich hatte mir vor einigen Jahren mal die “Bose Sport Buds” (In-Ears) gekauft, was dann meine tägliche Routine war, diese zu benutzen. Danach kamen dann noch Sennheiser, Soundcore, Yamaha, JBL und beyerdynamic (Fly Bird) dazu. Lasse ich so im Raum stehen. Zuletzt hatte ich, auch als In-Ear die “Samsung Galaxy Buds Pro”. Problem nur: Die Musik war zwar super, nur damit zu telefonieren, war einfach nur eine Katastrophe. Für mich dann nur eine Frage der Zeit, wann ich diese als Reserve nutze und mir andere kaufe.Ich bin dann aber dann mal das Risiko eingegangen mich mit den In-Ears der “Ultra” Reihe von Bose zu beschäftigen. Bose ist weiterhin noch ein Hersteller, wo es wenig bis garkeine Reklamationen gibt und die Marke durchaus durch Qualität punktet; wenn auch zu Lasten eines gewissen Preises. 365 EUR sind da schon eine Messlatte. Ganz ehrlich, man muss audiophil sein, sonst ist das Geld zum Fenster rausgeworfen. Ich muss aber sagen, von den In-Ears bin ich in keiner Weise enttäuscht. Der aufgeputschte “Immersion Modus” lässt geradezu eine Konzerthalle in den Ohren erstrahlen. Da hat Bose aus meiner Sicht eine Marktlücke entdeckt und kann damit wirklich nach vorne knallen. Es macht einfach Spaß damit intensiv Musik zu hören und in das Geschehen einzutauchen. Der Werbetext hierzu auf der Bose Seite ist nicht nur Werbung, sondern beschreibt auch das, was beim Kunden ankommt. Selbst wenn man die Musik leise hört bzw. im wahrnehmbar Modus, hört man alle Details super heraus. Es wird nichts verschlungen. Telefonie ein Träumchen. Von billig also gar keine Rede. Nichts verzerrt, etwas basslastig ja, aber aus meiner Sicht wirklich ausgeglichen auf den Punkt. Gänsehaut könnte garantiert sein, wenn man sich dem hingibt. Bei mir gab es nur den kleinen Nachteil, dass nach gefühlt 2-3 Stunden auf der linken Seite das Ohr leicht schmerzt. Ein leichtes drehen im Ohr hilft aber. Es gibt aber ein paar Auswechseleinheiten.So, jetzt die große Überraschung, wenn man schon überzeugt ist, kann man ja sich mal bessere Kopfhörer kaufen. Auf Dauer mit In-Ears Musik genießen, ist mir auf Dauer zu anstrengend. Im lokalen Elektrogeschäft dann die letzten Wochen immer mal entlang gelaufen und sowohl die “Bose Quiet Comfort” und die “Bose Quiet Comfort Ultra” quer gehört. Das einzige was einem nur im Elektrogeschäft begegnet ist die abgeranzte Qualität der Ohrmuscheln. Ich will aber auch nicht wissen, wie lange diese schon dort ausgestellt wurden. Nach langem hin und her, die “Bose Quiet Comfort” in der Black Week für 268,- EUR bei Amazon erworben. Vorweg: Das die App etwas zuckelig reagiert, ist normal und das rechne ich Bose in keinerweise negativ an. Eigentlich braucht man die App nur einmalig um den Gerätenamen (wenn man will) zu ändern und die Sprache zu ändern. Sonst lässt sich alles über die Tasten am Kopfhörer regeln. Aber nun zu den Kopfhörern. Man wird nicht enttäuscht. Wenn man die In-Ears bereits hat, hat man damit quasi seinen Äquivalent als Kopfhörer. Womit kann man den Sound vergleichen? Mit garkeiner Marke. Das ist einfach so. Sony wäre für mich auf Platz 2, Bose kommt direkt danach auf Platz 1. Der Sound ist satt. Basslastig ja, ich würde es aber eher als kräftig darstellen. Die Musik wirkt geprägter. Keinesfalls dünn. Wie in einem gefüllten Konzertsaal. Man hört jedes Detail heraus. Das, wofür Musik gemacht ist. Kein überschreien, knistern … ja, okay, teilweise ein leichtes rauschen aufgrund Noice Cancelling, aber das wars dann auch schon. Noice Cancelling? Vorhanden ja, aber nur gefühlt bis zu 70-80% dessen, was Sony vergleichsweise schafft. Brauchbar? Ich würde sagen wollen, ja. Verarbeitungsqualität? Wirkt für mich normal. Das Kopfhörer nicht aus Metall gefertigt sind, sondern aus Kunststoff, sollte klar sein. Ich kann nichts beanstanden.Bose verzichtet, wenn man sich so manche Erfahrungsberichte durchliest, bewusst auf Detailangaben wie abgedeckter Frequenzbereich oder Schallpegeldruck (Decibel). Der Hersteller selbst sagt dazu überzeugt “Der Kunde muß selbst die Musik hören und von der Qualität überzeugt werden und eben nicht von technischen Daten”. Das ist mal ein Brett an Ansage. Und ja, Bose darf sich das erlauben. Zu recht wie ich finde. – Beim hören fragt man sich, die Dinger müssen sich doch irgendwie mal überschreien. Nichts, gar nichts. Der Hersteller sagt sich wohl auch, sind ja nicht meine Ohren, wenn du die Musik so kristallklar in deine Ohren knallen willst. Ich biete dir die bewerte Bose Qualität bis zum absoluten Anschlag. Musikalisch kann man sich jedes Genre anhören, ohne auch nur wirklich daran denken zu wollen “Ja genau für diesen Musikstil passen die Bose nun überhaupt nicht”. Nein, die Bose passen überall. Eben gerade noch EDM gehört, kurz Schlager und jetzt fegt “Artemis” von Lindsey Stirling mir durch die Ohren. Die Bose, ein Weltenbummler, der sich in in jedem Musikgenre zu Hause fühlt und ein gern gesehener Gastgeber ist. Wo ich wirklich bei anderen Herstellern schon wie ein Luchs jedes Detail heraushöre, um zu sehen, wo es anfängt zu scheppern, die Höhen nicht erreicht werden, wird es bei den Bose geradezu schon langweilig keine Qualitätsdefizite herauszuhören. Und, egal ob ich nun 400 oder 500 EUR für die Kopfhörer ausgebe, seien es die “Bose QC Headphones” oder die Ultra Variante. Auch wenn viele sagen, Bose ist überteuert, nein, Bose kann sich den Preis erlauben, weil die Qualität die einem geboten wird, das durchaus rechtfertigt. Da kann weder Sony, noch Sennheiser oder beyerdynamic mithalten. Selbst JBL, die “powered by Harman Kardon” sind, bleiben dahinter. Punkt. Wer sich in einem Musikgenre festlegt, wird vielleicht anders antworten, nicht aber wenn man sich quer die Musiklandschaft hört und einen musikalischen Mitläufer sucht, der für jeden Ausflugstrip zu haben ist.Ja, die Ultra noch als Kopfhörer kaufen? Ja, Nein, Vielleicht …Entweder hat man zuviel Geld oder zuviel Langeweile. Zwar sahen die Bewertungen nicht gerade so rosig aus, aber irgendwie lies es mich dann doch nicht los. Und ja, die “Ultra” habe ich jetzt auch in meinem Portfolio. Um es aber kurz zu fassen: Wer auf den Immersion Modus verzichten kann und einfach nur Kopfhörer für unterwegs und weniger wichtigen Inhalt hört, der braucht das Kaufupdate auf die Ultras nicht umzusetzen. Die Soundqualität ist nahezu identisch mit der normalen Variante. Es gibt allerdings zwei Unterschiede, die den Kauf dennoch überlegen lassen. Zum einen, der “Immersion Modus” , welcher für Audioliebhaber ein absolutes Muss ist. Wer es einmal gehört hat, will Musik nicht mehr anders hören wollen. Der zweite Unterschied ist, dass die Grundlautstärke höher ist und man dadurch lauter Musik hören kann. Ich werde beide Kopfhörer behalten, allerdings je nach Zweck eines der beiden Kopfhörer nutzen. Man will ja immer ein paar “gute” und ein paar Kopfhörer nutzen, die notfalls auch eine Delle bekommen können. Das einzig negative ist allerdings, dass bei der “Ultra” Variante, sich die Bügel nur umständlich verlängern lassen, da man diese aus dem Korpus des Kopfhörers herausziehen muss und das mit etwas Kraftaufwand verbunden ist. Daher sollte man im Gegensatz zur normalen Variante, die Kopfhörer -vorher- auf die richtige Länge einstellen und dann aufsetzen und nicht im aufgesetzten Modus, die Bügel anpassen. Etwas ungünstig umgesetzt, aber verschmerzbar.









